ATELIER LOTTE FUNKE

Hier finden Sie einiges was über die Arbeiten von Lotte Funke veröffentlicht wurde

 

Irish Times (Brian Fallon) The exhibition encludes nearly 50 pictures and all have been painted in Ireland over the past three years (before that, the Funkes had lived in the Netherlands). Her style is strongly patterned, lyrical and with nice touch of whimsy.

Irish Independent (Bruce Arnold) … Ihre Bilder sind Fenster in eine stilisierte, bühnengleiche Märchenwelt voller Zauber und Originalität. Ihre Menschen und Tiere erstarren gleichsam in ihren Bewegungen und Situationen in dem Moment, wo das Auge sie getroffen hat und ihre sanft erschrockenen Gesichter scheinen fast wie eine Anklage gegen die Künstlerin, die in ihre Welt eingreift.

Erlanger Nachrichten (Kurt Jauslin) Die vollständig und in gleichmäßiger Bildschärfe in der Fläche entfalteten Bildräume haben in der traditionellen, auf einen Augenpunkt fixierten Perspektive nichts gemein, die ja ein Terrorinstrument ist: Die perspektivische Konstruktion versklavt sozusagen den Blick des Beschauers; die „falschen“ Perspektiven der „Naiven“ legen den Blick frei auf Abschweifungen der wirklichen Welt, die natürlich auch nie streng symmetrisch ist. Auch der Realismus ist ein Täuschungsmanöver: Die Detailgenauigkeit ist gebrochen: Lotte Funke malt in ihre Bildern vergangene oder künftige historische Schichten der Stadtgestalt. Nicht Abbilder sind gemeint, sondern Traumbilder der Erlanger Altstadt, für deren Erhaltung sich die Malerin auch im wirklichen Leben einsetzt. Die Bilder vom zeitgenössischen Leben in einer alten Stadt beschwören einen mythischen Alltag, der real und unwirklich zugleich ist. Wirklichkeit, sagen die Bilder, ist nichts, was wir besitzen; wir sind immer nur in ihrer Entstehung involviert, oft genug auch in ihrer Vernichtung. Kein Mensch sieht „realistisch“, weil jeder die Bilder schon im Kopf hat.

Nürnberger Nachrichten (Bernd Zachow) Lotte Funkes Malerei wendet sich an Betrachter mit dem Blick für das Detail. Nur diese erkennen den Leichenzug, den die Künstlerin in eine üppige Toskanalandschaft gemalt hat, oder die mit Plastikgewehren aufeinander zielenden Kinder inmitten eines (trügerischen) Familienidylls. Nur wer genau hinschaut, sieht die Verlorenheit in den Gesichtern der alten Leute, die auf Parkbänken in der Sonne sitzen. Lotte Funke geht es beim Malen nicht um die fotografisch getreue Wiedergabe der Oberfläche, sondern um die Vermittlung ihrer ganz persönlichen Weltsicht.

Nürnberger Nachrichten (Bernd Zachow) Das ganze Leben soll es bei Funke sein. Die hellen Seiten gehören dazu, jedoch auch die dunklen. Gerade in den eher düsteren Bildern entwickelt die Künstlerin eine Gestaltungskraft, die sie zu den besten ihrer Zunft zugesellt. Die äußerst delikate Farbgebung, die in sauber geometrischen Kompositionen eingebundenen Figuren, die in ihrer Reglosigkeit an die „pittura metafisica“ erinnern, lassen Betrachter aber auch ganz banale oder vermeintlich abgedroschen sentimentale Darstellungen neu empfinden. Die wunderbaren Park-Szenen von Lotte Funke gehören dazu.

Erlanger Nachrichten (Kurt Jauslin) In Lotte Funkes Malerei wird die Fassade zur Kulisse, und die Straße, die daneben ins Bild führt, öffnet sich geradewegs ins leere Blau des Himmels. Dem naiven Realismus wird die Wirklichkeit umstandslos wieder zum Geheimnis. Die Prospekte sind Traum- und Seenlandschaften. Auf der Vogelschau von Schlossplatz und Schlosspark landet ein Fallschirmspringer, und dahinter taucht eine Fata Morgana von schemenhaften Hochhäusern auf. Am intensivsten aber ist der Hinweis auf eine zweite Wirklichkeit in den Porträts einzelner Häuser, einem Hof im Blätterfall. Vielleicht das schönste Bild: ein Haus mit erleuchteten Fenstern und Baumkronen über der Mauer, dessen Wirklichkeit vollkommen mehrdeutig ist. An der Hausfront ist es Nacht, im hellen Himmel darüber erst Dämmerung. Dazu die alle Sicherheiten erschütternde Frage: warum eines der großen Fenster dunkel geblieben ist.

Heilbronner Stimme (Claudia Ihlfeld) „Wir sind die Träumer der Träume“, nennt Lotte Funke ein großformatiges Ölbild: Ein Paar auf einer Bank in einem Park und im Hintergrund eine Silhouette wie aus 1001 Nacht, halbmonde auf Minaretttürmen und über allem im zarten Himmelblau ein surrealistisch anmutender Mond. Traum und Wirklichkeit, Wunsch und Wahrheit mischen sich nicht nur auf denn Bildern von Lotte Funke. Wie wir unsere Umwelt wiedergeben, ist eine Frage der Wahrnehmung, der Unmittelbarkeit oder dessen, was man gerne Authentizität nennt.

Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten 2009 Lotte Funke ist die Altmeisterin der naiven Malerei in unserer Region. Der heitere Charme, die Poesie der Bilder Lotte Funkes bestechen immer wieder aufs Neue. Und auch im „Knoblauchsland“ liegt der Reiz im liebevollen Detail.